Was du von Hunden lernen kannst

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Heute mag ich eine kleine Geschichte mit dir teilen, die ich vor ein paar Wochen aufgeschrieben habe, als ich meine Familie besuchte. Dort hat mich ein Spaziergang inspiriert, über uns ständig denkende, oft grübelnde Menschen nachzudenken.

Und es ist so herrlich: überall, und oft so unerwartet lauern die schönsten Einsichten und Erkenntnisse auf uns.

Also. Folgendes habe ich, in dem kleinen Dorf in Thüringer Wald erlebt.  

Die Schäferhündin meiner Familie, “Asta” hat ein Problem mit der Hündin “Bella”, die dem Nachbarn gehört. Asta und Bella werden wohl niemals Freundinnen werden. Beide sind Mädels, vielleicht Zicken?  Wer weiß, warum sie sich nicht mögen. Begegnen sie sich, kläffen sie sich an, als gäbe es kein Morgen mehr. Die Energie schwappt von: „Hurra, ich springe fröhlich umher“ zu „Ich bin ein angriffslustiger Hundewolf und fletsche meine Zähne!“

Neulich also gingen wir spazieren, Asta war angeleint, und liefen am Grundstück der Nachbarn vorbei.

Es kam, wie es kommen musste: Jede Hündin witterten die jeweils andere und verwandelte sich vom lieben Streicheltier in eine kleine Kampfmaschine. Bella klebte laut bellend am Zaun, Asta, ebenso “schimpfend”, konnte von uns nur mühsam weitergeleitet werden. Als wir nur wenige Meter weiter gelaufen waren, zeigten sich Asta und auch Bella urplötzlich wieder als die lieben Dorfhunde vor dem Herrn. Asta schnupperte an Erdhügeln und roch sich durch das Gras. Auf Bellas Grundstück war  Ruhe eingekehrt. Mich überkam ein Lachen. Nicht über den Moment des lauten Angriffs, sondern über die sekundenschnelle Rückbildung der Wut und des Zorns.

Wie toll, dachte ich. Wie wundervoll. In einem Moment erleben beide diese Ekstase ihrer Gefühle, im anderen entdecken sie den Straßenrand, die Blume, das Gras, den Stein. Sie leben von Moment zu Moment. Ihre Hassgefühle füreinander leben wohl erst wieder auf, sobald sie sich erneut begegnen. Aber keine wird bis dahin in ihrem Zwinger sitzen und “denken: “Boar, die blöde Kuh, hat die mich heute angekläfft. Was fällt der denn ein? Warum kann die mich nicht leiden? Was hab ich der denn getan?!”

Nicht einer dieser stressigen Gedanken wird sie beschäftigen.

Ach, was für ein schönes Hundeleben !

Dieses Bild ging neulich auf facebook schon rum. Es passt perfekt.

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Es ist nicht mein Wunsch, morgen ein Wauzi zu sein (obwohl: dessen Schlafgewohnheiten…naja). Wir sind intelligente Wesen. Der Verstand, die Logik, das Denken brauchen wir ja, um unseren Alltag zu meistern. Und trotzdem, können wir uns hier  etwas ab schauen:

Im Moment leben. Kleinigkeiten nicht auf die Goldwaage legen und uns manche Dinge nicht so schwer zu Herzen nehmen. Wir Menschen tendieren dazu, alles auseinander zu nehmen, zu analysieren und zu interpretieren. Selbst da, wo es nicht notwendig ist. Wir machen uns das Leben damit selbst schwer und verpassen den nächsten aufregenden, wundervollen Moment.

Dinge, anzunehmen, wie sie sind und sie im nächsten Moment wieder loslassen. Das könnte eine Übung für dich sein. Vielleicht bei einem tollen Frühlings-Spaziergang.

Enjoy. Manu

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