Das Ding mit den Erwartungen

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Welche Erwartungen hast du an andere? Machen dich deine Erwartungen unglücklich?

Dann mag ich dir einen Trick mit an die Hand geben, wie du aus dem Kreislauf der unerfüllten Erwartungen raus kommst, um mehr Leichtigkeit in deinen Beziehungen zu erleben.

Ich musste erst lernen, dass Erwartungen nur etwas mit mir zu tun haben. Lange bin ich durchs Leben gelaufen und dachte, dass das, was ich von anderen erwarte, auch von anderen erfüllt werden muss. Ich hatte unterschwellige Erwartungen, ohne sie zu kommunizieren. Ich dachte die anderen könnten meine Gedanken lesen und er/sie müsste doch wissen, was ich brauche und würde automatisch darauf reagieren. Erwartungen zu kommunizieren ist das eine. Zu diesem Thema habe ich diesen Artikel geschrieben. Hier geht es vor allem darum, wie wichtig es ist, dass du über deine Bedürfnisse sprichst. Denn das ist es. Es ist wichtig, dass du dem anderen mitteilst, was du brauchst und möchtest. Das nährt eine gesunde Beziehung.

Aber heute mag ich nicht darüber, sondern über deine unerfüllten Erwartungen sprechen, die du heimlich und in deinen Gedanken an andere stellst, mit dem Wunsch, der andere möge sie erfüllen. Wird der oder diejenige deinen Erwartungen nicht gerecht, wirst du wütend, sauer, verbittert und traurig. Kommt dir das bekannt vor? Du befindest dich hier in einem Kreislauf, der dich unglücklich macht.

Wie kommst du da raus?

Drehe deine Erwartung um!

Ich bediene mich im Folgenden der Begrifflichkeit „er“, um von der anderen Person zu sprechen. Egal ob Männlein oder Weiblein.

Egal welche Erwartung du hast. Drehe diese AUF DICH um.

Ich will, dass er sich meldet.
–> Ich melde mich.

Ich will, dass er Zeit mit mir verbringt.
–> Ich will Zeit mit ihm verbringen.

Ich will, dass er mir alles erzählt.
–> Ich erzähle alles.

Ich will, dass er mich liebt.
–> Ich liebe.

Ich will gehört werden.
–> Ich höre zu.

Ich will Aufmerksamkeit.
–> Ich gebe Aufmerksamkeit.

Ich will, dass er die Dinge zwischen uns klärt.
–> Ich kläre die Dinge zwischen uns.

Ich will, dass er sein Herz öffnet.
–> Ich öffne mein Herz.

Gegen welche Gefühle sträubst du dich?

 

Du wirst schon beim Lesen merken, dass sich dein Wesen gegen das ein oder andere sträubt. Sobald ein ICH vor dem Satz steht, heißt es, dass du gefragt bist, dass du in Aktion treten musst. Es heißt, dass DU die Person bist, die etwas tun muss. Und darauf haben wir sehr oft gar keinen Bock. Wir haben es lieber, dass der andere etwas für uns tut, für uns da ist, uns die Aufmerksamkeit und Liebe schenkt, die wir wollen. Hier regiert dein EGO. Dein Ego will. Will haben. Will bekommen. Ist nicht bereit zu geben.

Leichtigkeit, Freude und Liebe in Beziehungen entstehen aber erst, wenn wir bereit sind, zu GEBEN, ohne etwas zu bekommen. Das ist universell. Es nennt sich bedingungslose Liebe. Für mich ist es ein Lebensprojekt. Ich möchte das gerne lernen. Ich habe den Wunsch, es zu können. Und dieser Wunsch zieht mich, wie ein Strom im Wasser weiter vorwärts. Aber es ist eine Aufgabe. Wir haben nicht gelernt bedingungslos zu lieben. Wir haben gelernt, etwas tun zu müssen, um Liebe zu bekommen. „Sei lieb!“, „Sei anständig!“ – nur als Beispiel.

Daher liebe ich die Umkehrung. Es ist eine Methode aus Byron Katies THE WORK. Seit diese Amerikanerin mit ihrem spirituellen Durchblick in mein Leben getreten ist, habe ich das Gefühl mehr zu leben. Mehr zu verstehen. Die Dinge handhaben zu können. Ich lege dir Byron Katie`s Methode wie immer ans Herzilein.

GIB, WAS DU VERLANGST

Erst wenn du bereit bist, zu geben, was du von einem anderen erwartest, wird sich deine Beziehung verbessern. Du kannst ein Kind bleiben, dass auf den Boden stampft und sagt: „Ich will!“. Oder du kannst das geben, was du von den anderen verlangst. Und schau einmal, beobachte: bist du bereit, zu geben, was du verlangst?
Diesem UMDREHEN liegt ein Zauber inne. Denn du wirst merken, wie du vielleicht schon beim Lesen der Umkehrungen entdeckt hast, dass du NOCH NICHT bereit bist, selbst dein Herz zu öffnen, selbst zu lieben, selbst zu zuhören usw. Kannst du immer lieben? Bist du immer liebevoll? Kannst du immer für einen anderen da sein? Kannst du immer präsent sein? Kannst du den ersten Schritt gehen? Kannst du um Hilfe fragen? Kannst du von deiner Meinung abrücken? Aber du erwartest es von den anderen?
Lustig, oder?

Sobald eine Erwartung in meinem Kopf aufploppt, frage ich mich immer: „Kann ich das geben? Will ich das geben? Zu wieviel davon bin ich selbst in der Lage?“

Wenn ich denke: „Er sollte die Wahrheit sagen.“ Dann sage ich die Wahrheit. Nur von da aus, kann es weiter gehen. Die Erwartung an andere, ist meine Aufgabe. Deine Erwartung an die anderen, ist DEINE Aufgabe. Gib, was du bekommen möchtest und dein Leben wird sich ändern. Ich weiß es, weil ich es erfahre, weil ich es lebe, weil dadurch Wunder in meinem Leben passieren. Wunder, nenne ich es. Dabei lerne ich mich nur selber kennen – durch die andere Person und weil ich durch sie als meinen Spiegel sehe, wo mein Weg weiter geht.
Denn was ich will, muss ich erst einmal lernen, zu geben.

Das nennt sich Selbsterkenntnis. Das macht Spaß 🙂 Wenn du bereit dazu bist.

Alles Liebe.

Manu

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