Übe das „fallen lassen“

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Der Herbst ist Einkehr. Rückzug. Ein „sich fallen lassen“, wie die Blätter von den Bäumen. Gehen wir damit synchron, gehen wir mit dem Prozess des Lebens. Aber das gelingt uns oft ja nicht. Der Alltag bleibt voller Termine…

… und durch das fehlende Tageslicht bekommt man das Gefühl, mehr in kürzerer Zeit schaffen zu müssen.

Der einfachste Trick gegen den Herbstblues: Hingabe

Jetzt fällt das Laub. Jetzt können auch wir uns fallen lassen. Jetzt können wir üben, nicht in die Kraft zu gehen. Der Sommer steht für Power und Energie. Der Herbst lädt zum Sein und Beobachten ein. Da das echt eine knifflige Aufgabe für uns Kontrollbürger ist, gibts es natürlich eine psychologische Erklärung für den Herbstblues dazu:

Hauptsächlich fehlt uns Licht. Sonnenlicht. Es ist gegen 17 Uhr dunkel und das macht uns zu schaffen. Es zeigt sich Unruhe, erhöhtes Schlafbedürfnis, Antriebslosigkeit, bis hin zu Depression. Durch die Dunkelheit wird Melatonin ausgeschüttet, ein Schlafhormon, und gleichzeitig fehlt Serotonin, das Hormon, das uns happy hippo macht. Es ist also wichtig selbst für Happiness zu sorgen. Jeglicher Sport ist super. Die Bewegung an der freien Luft ist ein Booster fürs Immunsystem. Die Haut freut sich über jeden Sonnenstrahl, den sie abbekommt, da auf diese Weise Vitamin D gespeichert wird. Es hilft tatsächlich sich bunte Farben in die Umgebung zu holen. Wenn es draußen erst mal richtig grau und neblig ist, machen ein frischer Blumenstrauß, bunte Klamotten oder auch eine knallige Bettwäsche viel aus. Gute Musik, Sex, Schokolade sind immer super. Wem sag ich das?!

Mach es wie die Natur: Lass dich fallen

Bei allem, was uns zeitweilig hilft, gefällt mir doch das Bild des „Entblätterns“ am besten. „Der Baum“, hat mal jemand zu mir gesagt, „wehrt sich nicht dagegen, dass seine Blätter im Herbst fallen“. Er hält nicht am Sommer, an der Energie, fest. Er wirft das ab, was war, um wieder zu werden. Das Leben ist Bewegung. Aber wir Menschen wehren uns oft gegen das, was ist. Wir sagen Sachen wie: „Das nervt mit der Dunkelheit!“, „Oh Mann, es ist nichts mehr dran am Tag!“, „Jetzt ist es so früh dunkel, ich komme zu nichts!“ Was passiert, wenn wir dies sagen oder denken, ist, dass im Körper Stress ausgelöst wird. Widerstand löst immer Stress aus. Daher finde ich die Einladung dieser Jahreszeit so schön, einfach nur zu SEIN. Und das heißt nicht, dass du nur auf dem Sofa abhängen sollst, Tee-trinkend und Kekse-essend. Es heißt, dass du versuchen kannst, mit der Jahreszeit zu gehen: Loslassen, was nicht mehr funktioniert. Die Kontrolle abgeben. Annehmen, was ist. Und vielleicht entdeckt du, dass das Leben auch funktioniert, ohne dass du dich ständig einmischen musst.

Mal sehen, was heute ist. Mal sehen, was morgen kommt.

Ich wünsche dir eine kuschlige Zeit.

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Kommentare:

3 thoughts on “Übe das „fallen lassen“”

  1. Agata sagt:

    Wunderschön liebe Manu 🙂

  2. Andrea sagt:

    Ich werde es versuchen, obwohl das Faulenzen much oft packt, lieber sollte ich wie früher durch das bunte Laub schlendern. Lg aus Thüringen

  3. Andrea sagt:

    Sollte mich heißen. Licht fehlt!😀

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