Warum du dich in Yoga verlieben kannst

Ganz klar, jeder braucht eine andere Form der Bewegung und Yoga ist so gehyped, dass es schon fast kein Spaß mehr ist, mitzumachen. “Alle machen jetzt dieses Yoga!” Vor allem in der Großstadt ist gefühlt fast jeder zweite auf dieser “Droge” hängengeblieben.

Aber ! Man sehe und staune! Es gibt sie noch: die Exoten, die es noch nie probiert haben, die sagen, dass sei nichts für sie. Die  “Ohne – Mich – Gattung”. Das sind die, die einmal eine Stunde nahmen und das “OM – Shanti – Gehabe” sehr skurril fanden.

Yoga kann sehr dogmatisch sein

Einige Stile haben strenge Vorgaben und wirken abschreckend. Frust kommt oft auch auf, wenn man realisiert, dass man in einer stehenden Vorbeuge tatsächlich nicht seine Zehenspitzen mit den Fingern berühren kann. Und viele lassen sich auch von den gut trainierten Körper abschrecken, die sich schlangenmäßig in jede Haltung quetschen können. Natürlich zwischen Meeting und Coffee to go.

Liebe auf den ersten Blick 

Ich bin seit sieben Jahren Yogaschülerin und es hat sofort „Zoom“ gemacht. Ein Studio ohne Dogmen, eine Lehrerin, die meine Freundin hätte sein können, eine Klasse, in der ich lernen und üben konnte, haben mich einfach nur begeistert.  2012 habe ich eine Yogalehrerausbildung gemacht. Ich wollte es richtig wissen und vor allem die Reise zum Selbst, die Yoga bietet, endlos ausweiten.

Der Weg zu dir selbst

Yoga bedeutet “Vereinigung”. Körper-Geist-Seele. Es ist ein Weg zu dir selbst. Ich verstehe, dass viele diesen Weg nicht gehen wollen. Beim Yoga triffst du nicht dein Licht. Du triffst deinen Schatten. Das große dunkle Ding, dass wir Gutmenschen alle gar nicht wahrhaben wollen. Du spürst in den Haltungen, was dich wütend macht, auf wen du sauer bist, wer die Klappe halten soll und wen du umbringen möchtest. Klingt dramatisch. Aber so ist es. Beim Yoga, auf diesen wenigen Zentimetern Matte, kannst du dir und deinen Gefühlen nicht aus dem Weg gehen. Es kommt alles zu dir. Deswegen liebe ich es so. Ich lerne jedes Mal so viel. Es gibt Tage, da gehe ich nur wegen des schönen Po’s und werde beim Sonnegruß von neuen Erkenntnissen überrollt. Yoga bedeutet immer Begegnung: mit den eigenen Wünschen, Sehnsüchten, den eigenen Stärken und Schwächen und den großartigen Visionen von uns selbst. Viele Schüler gehen mit diesem beschwingten Lachen aus den Räumen. Das liegt nicht an den Räucherstäbchen. Es liegt an einem einfachen Zaubertrick: Die Yogaklasse gibt dir die Erlaubnis, dich mit dir selbst zu beschäftigen, anstatt immer mit den Gedanken im Außen kleben zu bleiben. “Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein!” ( Na, wenn der olle Goethe nicht mal Yoga gemacht hat. 😉

Warum du der Sache eine Chance geben solltest  

Keiner kann dich zum Yoga überreden. Du findest etwas darin oder nicht. Ich möchte dir nur eines ans Herzilein legen: Lass dich nicht abschrecken von scheinbaren Regeln, weißen Klamotten und schwierigen indischen Begriffen. Suche dir ein weltliches, offenes, freies Studio und probiere verschiedene Lehrer. Des Po`s wegen und der Liebe wegen.

Namaste.  ( Ich grüße das göttliche Licht in dir )

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Kommentare:

2 thoughts on “Warum du dich in Yoga verlieben kannst”

  1. Sandra sagt:

    Liebe Manu,

    so treffend hat es vor dir noch niemand ausgedrückt 😉

    Besonders das ist die Passage, die sich grad sehr wahr anfühlt …
    Beim Yoga triffst du nicht dein Licht. Du triffst deinen Schatten. Das große dunkle Ding, dass wir Gutmenschen alle gar nicht wahrhaben wollen. Du spürst in den Haltungen, was dich wütend macht, auf wen du sauer bist, wer die Klappe halten soll und wen du umbringen möchtest.

    Ich liebe es genauso wie du, und hab grad einmal mehr verstanden, weshalb das eigentlich so ist.

    Danke dafür!

    Namaste 🙂
    Sandra

    1. Manu sagt:

      Liebe Sandra,

      danke für deinen Kommentar.
      Freut mich, dass dir der Beitrag gefällt.
      Mir fallen auf der Matte immer so viele Sachen ein … ich bin froh, dass ich ein paar davon behalte und dann aufschreiben kann 😉
      Es gibt 1000 Gründe Yoga zu lieben, aber wenn man mit sich selbst im Unreinen ist und ein paar Haltungen macht, wird einem doch schnell wieder klar, dass man im Grunde nie gegen die Welt, sondern nur gegen sich selber kämpft. Das ist das Zauberhafte an der Zeit, die man sich schenkt.
      I love it. Danke noch mal und schönes Wochenende.
      Manu

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